Ratgeber · Grundlagen

Sprengung einfach erklärt

Kaum ein Begriff steht so oft in Laufschuh-Beschreibungen und wird so selten erklärt. Dabei ist die Sprengung leicht zu verstehen und hilft dir, den passenden Schuh für deinen Laufstil zu wählen.

Was die Sprengung ist

Die Sprengung (englisch: Drop) ist der Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorfuß, gemessen in Millimetern. Bei einer Sprengung von 10 mm liegt die Ferse einen Zentimeter höher als der Vorfuß. Bei 0 mm sind Ferse und Vorfuß gleich hoch, man spricht dann von einem Zero-Drop-Schuh.

Wichtig: Die Sprengung sagt nichts über die Menge der Dämpfung aus. Ein stark gedämpfter Schuh kann eine niedrige Sprengung haben und umgekehrt. Es geht allein um den Unterschied zwischen vorne und hinten.

Warum die Sprengung wichtig ist

Die Sprengung beeinflusst, wie dein Fuß aufsetzt und welche Strukturen beim Laufen stärker beansprucht werden. Eine höhere Sprengung begünstigt tendenziell einen Fersenlauf und entlastet die Wade. Eine niedrige Sprengung fördert einen Mittel- oder Vorfußlauf und fordert Wade und Achillessehne stärker.

Welche Sprengung passt zu dir?

Vorsicht beim Umstieg

Wer von einer hohen auf eine deutlich niedrigere Sprengung wechselt, sollte das langsam angehen. Wade und Achillessehne müssen sich an die veränderte Belastung gewöhnen. Ein abrupter Wechsel ist eine häufige Ursache für Überlastungsbeschwerden. Erhöhe den Anteil des neuen Schuhs also schrittweise über mehrere Wochen.

Die Sprengung jedes Modells findest du direkt auf der jeweiligen Produktseite, und der Sneaker-Finder hilft dir, einen passenden Schuh einzugrenzen.

Häufige Fragen

Was bedeutet Sprengung beim Laufschuh?

Die Sprengung ist der Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorfuß, gemessen in Millimetern. Eine Sprengung von 10 mm bedeutet, dass die Ferse einen Zentimeter höher liegt als der Vorfuß. Sie beeinflusst, wie der Fuß aufsetzt und welche Strukturen beim Laufen stärker belastet werden.

Welche Sprengung ist die richtige für mich?

Für die meisten Läufer sind 8 bis 12 mm eine gute, unkomplizierte Wahl, besonders für Fersenläufer und Einsteiger. Niedrige Sprengungen von 0 bis 6 mm fördern einen Mittelfußlauf, belasten aber Wade und Achillessehne stärker und erfordern eine Umgewöhnung.

Ist eine niedrige Sprengung besser?

Nicht pauschal. Eine niedrige Sprengung ist nicht automatisch gesünder oder natürlicher. Sie verlagert die Belastung nur an andere Stellen. Wer wechselt, sollte das langsam tun, um Wade und Achillessehne Zeit zur Anpassung zu geben.